Sommer mit Hund – Beschäftigungsideen, wenn Gassi bei Hitze keine Option ist

Wenn die Temperaturen steigen, heißt es für viele Hundehalter:
„Wir gehen heute nur kurz raus.“

Doch dann kommt schnell die nächste Frage:
Und was mache ich mit meinem Hund den Rest des Tages?

Keine Sorge – weniger Bewegung draußen bedeutet nicht weniger Auslastung.
Im Gegenteil: Der Sommer ist eine perfekte Zeit für kluge, ruhige Beschäftigung.

Erstmal wichtig: Weniger ist kein Rückschritt

Viele Hundehalter denken:

„Mein Hund braucht doch seine große Runde.“

Was Hunde wirklich brauchen:

  • Orientierung
  • Struktur
  • mentale Auslastung
  • Sicherheit

Und all das funktioniert wunderbar auch ohne kilometerlange Spaziergänge.

Beschäftigungsideen für Zuhause

1️⃣ Nasenarbeit in der Wohnung

Schnüffeln ermüdet nachweislich stärker als reine Bewegung.

Ideen:
• Leckerchen in einem Handtuch einrollen
• Futtersuche im Raum
• Kartons zum Durchsuchen
• Geruchsunterscheidung (z. B. Tee-Beutel)

5–10 Minuten konzentrierte Nasenarbeit wirken oft mehr als 30 Minuten Laufen.

2️⃣ Schleckmatte & ruhige Kauarbeit

Schlecken und Kauen fördern:
• Stressabbau
• Selbstregulation
• Entspannung

Im Sommer besonders sinnvoll:
• Naturjoghurt (laktosearm)
• pürierte Banane
• Hüttenkäse
• eingeweichte Trockenfuttermasse

Tipp: Kurz einfrieren = längere Beschäftigung + leichte Kühlung.

3️⃣ Mini-Trainingssessions

Sommer ist perfekt für:
• Impulskontrolle
• Deckentraining
• ruhiges Sitz-Bleib
• Orientierung am Menschen

Wichtig:
Keine langen Trainingseinheiten – lieber 3× täglich 3–5 Minuten.

Schwimmen mit Hund – Was du beachten solltest

Viele denken: „Dann gehen wir halt schwimmen.“

Das kann wunderbar sein – aber nur mit Bedacht.

✔️ Geeignete Gewässer wählen

  • Kein stehendes, stark verschmutztes Wasser
  • Vorsicht bei Blaualgen (giftig!)
  • Keine starken Strömungen

 

👉 Infos zu Blaualgen findest du z. B. beim Umweltbundesamt:

✔️ Kein Dauerwerfen von Spielzeug

Was oft passiert:
Ball rein. Hund rein. Ball rein. Hund rein.

Das Problem:

  • hoher Puls
  • keine Selbstregulation
  • Überhitzung trotz Wasser

 

Schwimmen sollte ruhig erfolgen – nicht als Actionprogramm.

✔️ Danach gut abtrocknen

Besonders bei:

  • Hunden mit dichtem Unterfell
  • empfindlichen Ohren

Feuchtigkeit kann zu:

  • Hotspots
  • Ohrenentzündungen führen.

Alternativen für draußen bei Hitze

Wenn rausgehen, dann:

  • Wald statt Asphalt
  • Morgen- oder Abendstunden
  • kurze Schnüffelrunden
  • Schattenplätze

❌Keine Fahrradrunden.
❌Kein Ballwerfen.
❌Kein „noch schnell auspowern“.

Sommer = Chance für Beziehung

Weniger Action bedeutet:
✔️mehr Ruhetraining
✔️mehr Beziehungsarbeit
✔️mehr bewusste Kommunikation

Viele Hunde profitieren enorm von dieser ruhigeren Phase.

Fazit

Hitze ist kein Trainingshindernis. Sie ist eine Einladung umzudenken.

Dein Hund braucht im Sommer:

• Schutz
• Anpassung
• kluge Auslastung
• keine Dauerbespaßung

Manchmal ist der beste Spaziergang im Sommer:
Ein ruhiger Moment im Schatten.

Schleckmatten sind nicht nur im Sommer eine tolle Abkühlung und Beschäftigung.
Sie können noch viel mehr!

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