Stöberverhalten beim Hund – warum Suchen glücklich macht
Hunde sind Nasentiere und ein Großteil ihrer Wahrnehmung läuft über den Geruchssinn. Für viele Hunde ist es eine der ursprünglichsten und gleichzeitig befriedigendsten Beschäftigungen, ihre Nase einzusetzen. Doch was genau steckt dahinter, wo der Unterschied zwischen normalen schnuppern und stöbern liegt und warum das stöbern für viele Hunde so glücklich macht, das klären wir in diesem Blogbeitrag.
Stöberverhalten vs. normales Schnüffeln – wo liegt der Unterschied?
Auf den ersten Blick wirkt es ähnlich: Der Hund hat die Nase am Boden und ist mit Gerüchen beschäftigt. Doch Stöberverhalten und normales Schnüffeln unterscheiden sich deutlich – sowohl in ihrer Funktion als auch in ihrer Wirkung auf den Hun
Normales Schnüffeln – Informationssammlung im Alltag
Schnüffeln gehört zum ganz normalen Hundeverhalten. Beim Spaziergang nimmt der Hund über Gerüche Informationen auf:
Wer war hier? Wie alt ist die Spur? Rüde oder Hündin? Aufgeregt, krank oder entspannt?
Normales Schnüffeln ist vergleichbar mit einem Blick in die Zeitung oder dem Scrollen durchs Handy – informativ, aber nicht besonders fordernd. Der Hund wechselt dabei häufig zwischen Schnüffeln, Schauen und Weitergehen. Es dient der Orientierung und sozialen Kommunikation und ist meist kurzzeitig und wenig strukturiert
Was versteht man unter Stöberverhalten?
Stöberverhalten beschreibt das selbstständige, systematische Absuchen eines Gebietes mit der Nase. Der Hund bewegt sich dabei mit einer gewissen Körperspannung, konzentriert und zielgerichtet, um Gerüche zu verfolgen oder (verlorene) Beute zu finden. Anders als beim Hetzen oder Jagen steht hier nicht die schnelle Bewegung im Vordergrund, sondern das intensive Wahrnehmen und Verarbeiten von Geruchsinformationen., wobei es je nach Rasse auch durchaus mit schnellen Bewegungen einher geht.
Dieses Verhalten ist tief im Hund verankert – unabhängig von Rasse oder Alter. Manche Hunde oder Rassen zeigen es sehr ausgeprägt, wie der Spaniel, wieder rum ist es bei anderen weniger vorhanden.
Stöbern als Glücklich - Macher!
Beim Stöbern laufen im Hundekörper mehrere positive Prozesse gleichzeitig ab:
Dopamin: durch die
suchende, lösungsorientierte TätigkeitSerotonin: durch die Bedürfnisbefriedigung
Endorphine: durch Erfolgserlebnisse Bedürfnisbefriedigung
Kurzgesagt – stöbern macht glücklich und ist somit selbst belohnend für den Hund sodass er dieses Verhalten öfter ausführen möchte.
Stöbern zulassen oder besser nicht?
Die Antwort ist Jain.
Das Stöbern sollte ausschließlich auf den Wegen erlaubt sein, denn auf einem Feld oder im Wald hat ein Hund nichts zu suchen.
Innerhalb der Wege und Wegränder kann man das Stöberverhalten zulassen, allerdings sollte man dabei immer die Ansprechbarkeit des Hundes überprüfen. Ist er ansprechbar darf er weiter stöbern, ist er nicht ansprechbar sollte er unterbrochen werden.
Hat dein Hund ein hohes Bedürfnis am stöbern, helfen Beschäftigungen in denen er seine Nase einsetzen darf.

suchende, lösungsorientierte Tätigkeit