Du möchtest einen Welpen oder hast schon einen?
Dann musst du dir den folgenden Text durchlesen!
Denn du erfährst wie wichtig es ist, zu wissen wie die Mutterhündin gehalten wird und was für Auswirkungen das auf deinen Welpen haben kann!
Als erstes erkläre ich dir, was es für Phasen gibt von der Trächtigkeit bis zur 12. Woche und was in den jeweiligen Phasen passiert.
Die Trächtigkeit einer Hündin dauert in der Regel zwischen 60 und 65 Tagen. Da die Spermien ca. 1 Woche in der Gebärmutter am Leben bleiben können ist es auch möglich das die Trächtigkeit nur 57 Tage dauert. Während der Trächtigkeit hat der emotionale Zustand der Mutterhündin bereits einen Einfluss auf die Welpen. Ebenso ist dies bei der Geburt zu beachten. Bedeutet das Stress aber auch die Umweltbedingungen bereits während der Trächtigkeit berücksichtigt werden. Denn den Stress der Mutter bekommen hier bereits unsere Welpen zu spüren.
0-12 Tage nach der Geburt. Der Welpe ist hier nicht alleine Lebensfähig. Die Welpen sind blind und taub und können ihre Körpertemperatur nicht halten. Außerdem können die Welpen nicht ohne Hilfe der Mutter ausscheiden.
ca. 3 Woche. Es finden erste Umwelterkundungen statt. Die Reifung der Sinnesorgane beginnt und erste Bell-Knurr versuche können hier stattfinden. Die Welpen sind nun auch in der Lage sich selbständig zu versäubern und die ersten Zähne kommen.
ca. 3-6 Woche. Die „ Stressachse“ ist noch nicht aktiv. Umwelterkundungen finden jetzt noch ohne Angst statt. Dies ist auch die beste Zeit für die Sozialisierung mit anderen Tieren.
ca. 8-12 Woche. Die Neugier überwiegt ca. bis zur 8 Woche. Allerdings liegt der Höhepunkt für das Entwickeln von Angstverhalten in der 7-8 Woche. Eine gewisse Vorsicht und Skepsis entwickelt sich.
ca. von der 3-16 Lebenswoche. In dieser Zeit ist das Gehirn des Welpen besonders aufnahmefähig. Alles was er in dieser Phase erlebt und gelernt wird, wird intensiv gespeichert und beeinflusst sein Verhalten nachhaltig.
Was bedeutet das für dich? Worauf musst du achten?
Das Stresslevel der Mutterhündin war sehr hoch, auch während der Geburt?
Das Stresshormon Cortisol wird freigesetzt und überträgt sich auf die heranwachsenden Welpen im Mutterleib. Dadurch ist der Welpe eventuell schneller erregt und oder gestresst.
Beispiel: Ihr habt eine Hündin, die super gerne Ball spielt. Bei jedem Ball spielen wird sehr viel Dopamin ( Glücksgefühl) freigesetzt. Jetzt ist eure Hündin Trächtig und ihr stellt das Ball spielen komplett ein. Es kann nun sein, dass eure Hündin emotional sehr traurig und gestresst ist, da dieses Verhalten nicht mehr ausgelebt werden kann. Dieser Stress kann sich auf die heranwachsenden Welpen im Mutterleib übertragen.
Ich habe den Welpen jetzt. Was kannst du machen in eurer ersten gemeinsamen Phase?
Im neuen zu Hause ankommen lassen mit Ruhe
Besuche vermeiden in der ersten Woche
Körperkontakt wenn der Welpe das braucht
Einen Rückzugsort einrichten und positiv verknüpfen.
Ihr habt euren Hund in der kritischen Phase abgeholt- Was nun?
Wenn ihr merkt, dass euer Hund relativ plötzlich schreckhafter wird und sich auch zurückzieht.
Ich empfehle auch hier, gebt eurem Hund den nötigen Freiraum, aber seid auch für ihn da.
Besuche vermeiden
Spaziergänge kurz halten und lieber die neue Umgebung kennenlernen lassen.
Kleinere Futterspiele
Versucht hektische Bewegungen zu vermeiden
Jetzt weißt du wie wichtig es ist zu wissen wie die Mutterhündin gehalten wird während der Trächtigkeitsphase und du weißt etwas mehr über die ersten Entwicklungen deines Hundes und kannst diesen dadurch besser verstehen.