Lernformen

Die verschiedenen Lernformen beim Hundetraining!

1. Einfangen

Es wird spontan gezeigtes Verhalten deines Hundes verstärkt. Der Vorteil hierbei ist das es einfach ist und effektiv. Es fördert das Selbstbewusstsein und es besteht ein positives Lernklima.

2. Locken

Der Hund lernt hierbei ein Lockmittel zu folgen ( Futter, Spielzeug, Stimme). Vorteil bei dieser Methode ist eine hohe Motivation deines Hundes mit dem richtigen Verstärker. Es erfordert wenig mitdenken deines Hundes und es entstehen schnelle Erfolge. Nachteil hierbei ist, dass das Lockmittel schnell wieder ausgeschlichen werden muss um nachhaltig das gewünschte Signal abrufen zu können.

3. Formen/Shapen

Das gewünschte Endverhalten wird in kleine Schritte zerlegt. Alles was in Richtung Endverhalten geht, wird belohnt. Das Training ist richtig ausgeführt sehr effektiv und es besteht ein positives Lernklima.Außerdem stärkt es die Beziehung zu seinem Besitzer.

Es ist sehr wichtig das kleinschrittig vorgegangen wird und das Timing für den Marker sehr gut ist. Dadurch das freies Formen sehr schnell zu Frust führen kann, empfehle ich dieses Training nicht für Anfänger in dem Bereich.

Du fragst dich was ein Marker ist und wie man den aufbaut?

Daniela erklärt es dir!

4. Autoshaping

Klassische Konditionierung + Operante Konditionierung. Klassischer Aufbau einer Erwartungshaltung durch klassische Konditionierung. Bedeutet, der Hund erhält unabhängig von seinem Verhalten eine Belohnung. ( Wie beim Aufbau eines Markers) Das Operante Verhalten wird ausgelöst und dann operant verstärkt. 

Beispiel: Aufmerksamkeitssignal wird über Klassische Konditionierung aufgebaut. Sprich: Signal dann Futter… mehrmals wiederholen. Dann kommt die operante Konditionierung: Sprich: Aufmerksamkeitssignal – der Hund reagiert – Marker – dann kommt Futter. Das wäre dann auch die positive Verstärkung.

5. Target Training

Targettraining ist eine Mischform aus Locken und Formen( Shapen) Das kann ein beliebiges Körperteil sein oder ein Stab oder auch eine Decke. Es entsteht weniger Frust als beim freien Formen und es entsteht ein schneller Erfolg. Man hat ein klar definiertes Ziel und es ist für Anfänger geeignet. Das Target kann schneller ausgeschlichen werden als ein Lockmittel.

Demnächst gibt es zum Thema Targettraining einen eigenen Blockbeitrag.

Du darfst gespannt sein!

6. Manipulation

Durch mechanische Einwirkung wird der Hund in eine bestimmte Position gebracht / gehalten. Diese Methode ist ethisch fragwürdig und fördert die Passivität des Hundes. Eigeninitavie des Hundes ist hierbei unerwünscht und das ausschleichen ist sehr langwierig. Es ist negativ für die Beziehung zwischen Mensch und Hund. Hier wird mit negativer Verstärkung „ gearbeitet“

7. Nachahmung/ soziale Anregung

Hierbei wird das Verhalten von Menschen oder Artgenossen nachgeahmt. Es kann durch zuschauen oder mitmachen gelernt werden.

8. Verhaltensketten/ Chaning:

Es wird eine komplexe Verhaltensweise in einzelne Glieder zerlegt. Es kann von vorne nach hinten auf trainiert werden aber auch von hinten nach vorne. Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied. Also muss nicht nur das Ende verstärkt werden, sondern auch die einzelnen Glieder der Kette.

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