Habe ich es verstärkt?

 

Bin ich schuld am Jagdverhalten meines Hundes?

 

Habe ich es unbewusst verstärkt?

 

 

Viele Besitzer eines jagdlich ambitionierten Hund stellen sich die Frage, ob sie hätten etwas anders machen können.

Im Bezug auf das Jagdverhalten gibt es gewisse Aussagen die besagen das das Jagdverhalten dadurch hervor gerufen oder verstärkt wird, wie beispielsweise wenn man mit dem Hund mit Fellspielzeugen spielt oder ihn Rohfüttert.

Aber was ist denn überhaupt dran an solchen Aussagen?

Fangen wir an mit der Aussage das die Rohfütterung das Jagdverhalten auslösen soll.

Unsere Hunde wurden über die Jahre dahin selektiert das sie unabhängig von ihrem Hungergefühl jagen, denn ein Hund der das Ziel, Fressen, beim jagen verfolgt ist kein brauchbarer Jagdhelfer wenn ich mich mit ihm um die Beute streiten muss oder er diese einfach auffrisst. Ein weiteres Argument gegen diese Aussage ist, dass das rohe Fleisch mit dem ich meinen Hund füttere nicht mehr nach dem eigentlichen Tier riecht und er somit auch keine Verknüpfung zu diesem Tier hat.

 

Das spielen mit Echtfellspielzeugen und Quitschespielzeugen, ist auch eine häufige Annahme das Jagdverhalten auszulösen.

 

Die Echtfellspielzeuge die wir auf dem Markt kaufen können sind gegerbt. Das heißt sie sind so chemisch behandelt das dort kein Geruch von dem Tier mehr vorhanden ist. Dementsprechend kann der Hund keine Verknüpfung mit dem Tier herstellen. Meistens mögen die Hunde die Haptik dieser Spielzeuge sehr gerne weswegen sie oft attraktiver als andere Spielzeuge sind.

Bei Quitschespielzeugen gilt ein ähnliches Prinzip. Woher soll der Hund wissen das wenn er in sein Quitscheschwein beißt sich das genauso anhört wie wenn er in ein lebendiges Kaninchen beißt? Hier gibt es also auch keine Verknüpfung für den Hund zwischen Spielzeug und Wildtieren.

 

Dann kommen wir zu der nächsten Aussage, den Hund in den ersten 1-3 Lebensjahren nicht frei laufen zu lassen damit er kein Jagderfolg haben kann.

Grundsätzlich ist die Idee nicht schlecht allerdings dürfen wir nicht die Genetik vergessen. Habe ich einen Jagdhund, wie einen Münsterländer, Deutsch Kurzhaar, Pointer, etc. wird er egal ob er Erfahrungen im jagen machen konnte oder nicht genetisch bedingt Jagdverhalten zeigen.

Allerdings ist es trotzdem sinnvoll seinen jungen Pubertierenden Hund mit einer Leine abzusichern wenn dieser aufgrund seiner Hormone die Ohren auf Durchzug hat. So hat man die Möglichkeit seine Signale konsequent durchzusetzen und er hat keinen Erfolg wenn er ein Signal überläuft.

 

 

Weitere Faktoren die das Jagdverhalten beeinflusst haben können und worauf du bei deinem Welpen vorbeugend achten kannst, kannst du dir in dem Video anschauen.

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